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Vereine stellen sich vor: Der Kapellenverein

Wussten sie es? Eppenschlag hat im Moment zwölf eingetragene Vereine und Gruppen. Heute stellt sich der Förderverein Dorfkapelle St. Christopherus Wolfertschlag vor.

Nachdem die Idee zum Bau der Dorfkapelle im Frühjahr 1990 entstand, gingen die Interessenten frisch ans Werk und begannen Zuschüsse einzuholen, Werbemaßnahmen durchzuführen u.v.a. Endlich am 22. Und 23.08.92 war es soweit, und die Kapelle wurde von Prälat Max Thurnreiter und BGR Pfarrer Pöppel eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Bei dem zweitägigen Fest waren alle Dorfbewohner, ob jung oder alt auf den Beinen und halfen mit, damit das Fest einen bleibenden Eindruck bei allen teilnehmenden Vereinen und auch der gesamten Bevölkerung hinterlassen konnte.

Um auch weiterhin für die Kapelle genügend Geldmittel für Renovierungsarbeiten usw. verfügbar zu haben, gründeten die engagierten Dorfbewohner in der Gründungsversammlung vom 20.03.1993 den „Förderverein Dorfkapelle St. Christophorus Wolfertschlag“, welcher am 17.06.1993 beim Amtsgericht Freyung unter der Nr. VR 396 eingetragen wurde und seither auch den Zusatz „e.V.“ trägt. Von Anfang an wurde der Verein auch seitens der Finanzverwaltung als gemeinnützig anerkannt; zuletzt vom Finanzamt Passau unter StNr. 153/108/30671 am 21.03.18 für die Jahre 2014-2016. Die aktuelle Steuererklärung für die Jahre 2017-2019 ist in Bearbeitung. Nach dem Bescheid des Finanzamts sind nicht nur die Spenden, sondern auch die Mitgliedsbeiträge steuerbegünstigt. Als Zweck des Vereins wurde die Pflege und Erhaltung der Dorfkapelle St. Christophorus in Wolfertschlag samt dem dazugehörigen Grundstück festgelegt. Der Satzungszweck wurde später um die Flurdenkmäler im Dorfbereich samt Umfeld ergänzt. Der Vereinsbeitrag wird in jeder Mitgliederversammlung überprüft und beträgt aktuell 3,00 EUR/Person. Satzungsgemäß findet einmal jährlich (meist im November/Dezember) die Generalversammlung statt.

Dem Verein gehören derzeit 60 Mitglieder an. Aus dem Erlös der Einweihungsfeierlichkeiten wurden Meßbücher für die verschiedenen Lesejahre, eine Albe mit Stola für den jeweiligen Priester sowie Kelch und Kännchen für Wasser und Wein beschafft. Spenden an die örtlichen Kindergärten Eppenschlag und Oberkreuzberg sowie eine Spende zur Kirchenrenovierung Oberkreuzberg wurden ebenfalls aus dem Vereinsvermögen getätigt.

Von Anfang an hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, die Dorfkapelle mit Leben zu erfüllen und auch den Zusammenhalt im Dorf zu stärken. Aus diesem Antrieb heraus entstand auf Anregung des Vorstehers des Finanzamts Zwiesel, H. Schugmann der Christophorus-Tag, der erstmals am 23.07.1994 und seither jedes Jahr um das Fest des Namenspatrons, des Hl. Christophorus durchgeführt wird.

Einzig die Corona-Pandemie hat dafür gesorgt, dass auch dieses Fest ausfallen musste. Auch der Stadtpfarrer der Stadtpfarrei Zwiesel kam jedes Jahr, um den Festgottesdienst zu zelebrieren. War er verhindert, so schickte er uns einen Vertreter, um den Kontakt aufrecht zu erhalten. Der Hl. Christophorus ist bekanntlich der Schutzpatron aller Verkehrsteilnehmer und so kamen seither immer auch Radfahrer aus Zwiesel aber auch aus den Orten ringsum zum Gottesdienst und zum Fest. Das in den ersten Jahren von Mitgliedern der Vorstandschaft erstellte Tratsch-Bladl konnte leider nicht dauerhaft herausgegeben werden, da die Arbeitsbelastung durch die Berufstätigkeiten immer mehr zunahm. Auch das gut angenommene Weinfest konnte aus denselben Gründen nicht fortgeführt werden. Im Jahresablauf wird in der Dorfkapelle (außer in Corona-Zeiten) monatlich am letzten Freitag jeweils der Rosenkranz gebetet. Im Mai finden jeden Freitag Maiandachten statt, im Oktober jeden Freitag ein Oktober-Rosenkranz und im Dezember an jedem Freitag eine Adventsandacht. Bei einem Todesfall wird in der Dorfkapelle mindestens 2x der Rosenkranz gebetet. Ob der bisherige Brauch eines monatlichen Gottesdienstes durch den örtlichen Pfarrer aufrechterhalten werden kann, hängt vom Corona-Geschehen ab.

Die erweiterte Vorstandschaft trifft sich regelmäßig vierteljährlich, um künftige Planungen zu besprechen und – wie schon geschehen – Dorfwanderungen durchzuführen. So wurde schon eine Kapellenwanderung zu den Kapellen in Beiwald, Klingenbrunn, Reinhardsschlag, Marbach, Grünbach, Gschwendtnermühle mit großem Erfolg durchgeführt. Auch