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Respekt und Anerkennung für Xaver Roth

Zum Thema „Zum 100. Geburtstag des Ehrenbürgers Xaver Roth“ von Altbürgermeister Karl Reith in der Ausgabe Dezember 2020 / Januar 2021 / Nr. 22 des Eppenschlager Gmoabladl schreibt Thomas Weber.

Dass unserem „Gemeinde Xaverl“ Respekt, Lob und Anerkennung zusteht, dafür gibt es keinerlei Zweifel.  Aber die Berichterstattung über unseren Verstorbenen Altbürgermeister und Ehrenbürger Max Weber bedarf einer Richtigstellung.

Als Bürgermeister in den Nachkriegsjahren stand Max Weber vor einer großen Herausforderung.   Das Vertrauen in ihn zeigte sich, als die Mehrzahl der Gemeindebürger den Namen Max Weber, ohne dass er auf dem Vordruck des Wahlzettels stand, hinzugefügt haben und ihn so zum Bürgermeister wählten. 24 Jahre lang setzte er seine ganze Energie, Kraft und Gesundheit für die Gemeinde ein. Leistungen und Arbeitsgeräte wurden aus seinem Hof in die Gemeinde mit eingebracht. Im Gegensatz zu späteren Zeiten, in denen man höhere Lohnanforderungen stellte, war sein Lohn ein „Butterbrot.‘“  

Max Weber war unter anderem verantwortlich für den Aufbau der Straßen und Wege, dem Bau der Wasserversorgung, des Schulhauses und des Leichenhauses. Auch der Bau des Gemeindehauses bzw. Feuerwehrhauses, geschah unter seiner Leitung. Zudem ließ er dort eine Wohnung für den Gemeindeschreiber Xaver Roth und dessen Familie mit einbauen. Hier ist mir auch wichtig zu erwähnen, dass zwischen den beiden Männer und deren Familien all die Jahre eine gute Nachbarschaft und Freundschaft bestand. 

Als ihm nach seinem Ausscheiden die Gemeinde den Titel Altbürgermeister und Ehrenbürger verlieh, dankte ihm auch der damalige zweiter Bürgermeister Alfred Mayer mit dem Worten „All das, was in beinahe einem Viertel Jahrhundert geschafft worden sei, im einzelnen aufzuführen, sei unmöglich.“ (Ausschnitt Artikel Grafenauer Anzeiger) Der damalige Landrat Karl Bayer dankte ihm mit der goldenen Landkreismünze unter anderem mit dem Worten: „Seine Tätigkeiten sei nicht nur ein Dienst an der Gemeinde Eppenschlag gewesen, sondern ein Dienst im Landkreis Grafenau.“ (Ausschnitt Artikel Grafenauer Anzeiger)

Ich denke, man sollte den Respekt gegenüber eines Verstorbenen und dessen Nachkommen in der Öffentlichkeit bewahren.