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Rosa Sinnhubers Kramer-Ladl

Länger als 120 Jahre gibt es den kleinen Kramer - Laden von Rosa Sinnhuber in der Dorfmitte hinter der Kirche von Eppenschlag schon. Genaue Aufzeichnungen sind nicht mehr zu finden, wann genau das Geschäft gegründet wurde, sicher ist allerdings, dass Rosa Sinnhuber mit ihren bald 87 Jahren, sich schon immer daran erinnern kann.

Schon seit ihrer Schulzeit ist Rosa im Geschäft, freilich hat sich das Warenangebot seitdem deutlich verändert. Anfangs wurden hauptsächlich Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker oder Salz verkauft aber auch Eisenwaren, war doch die Hufschmiede und der Landmaschinenhandel der Haupterwerb im Hause Köppl und später nach der Heirat Sinnhuber.

Die Krämerei war aber immer schon in der Hand der Frauen beim „Schmied“, den alten Hausnamen hört man von Zeit zu Zeit immer noch im Dorf. Und so ergab es sich, dass nach der Aufgabe der Schmiede, das Warenangebot immer weiter ausgebaut wurde. Im kleinen 30m² Laden fand sich schnell eine schöne Auswahl an Lebensmitteln, Obst und Gemüse, Getränke und Spirituosen und damit auch die weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte Rolle-Schokolade mit Kokosgeschmack. Viele kauften zum Frühstück eine Rolle-Schokoladen Semmel, obendrein bekam man dann noch ein Ripperl Rolle extra.

Beliebt ist der Rosa-Laden auch bei den Kindern aus Eppenschlag, und das sind jetzt schon mehrere Generationen, denn auch für sie gibt es immer ein „Guatl“ und in so manchen Kinderzimmern im Dorf wurde anstatt „Einkaufen“ „Rosa“ gespielt.

Im Jahr 1999 zog der kleine Rosa-Laden in die derzeitigen Räume um, und das Warenangebot wurde nochmals erweitert, z.B. durch Zeitungen. Damals war Rosas Wunsch, dass sie den Laden noch mindestens 10 Jahre weiter betreiben kann. Das ist jetzt schon mehr als 20 Jahre her und Rosa steht immer noch von morgens um 6 Uhr bis abends um 18 Uhr im Laden und freut sich über alle kleinen und großen Kunden, die gerne bei ihr vorbeischauen. Ans Aufhören denkt Rosa noch nicht, ist doch das Geschäft immer noch ein zentraler Treffpunkt und Teil der Grundversorgung im Dorf.
Text/Bild: Birgit Sinnhuber