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Vereine stellen sich vor: Katholischer Frauenbund Zweigverein Eppenschlag

Es ist nicht leicht, einen Verein mit seinem Vereinsleben vorzustellen, wenn  man sich bereits seit über einem Jahr nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt treffen darf. Aber ich will es versuchen, denn es gab eine sehr gute Zeit vor Corona und, so Gott will, wird es auch wieder eine gute, wenn vielleicht auch andere Zeit nach Corona geben.

40 jähriges Jubiläum 2018: Frauenbunddamen und Ehrengäste: BGR Pfarrer Michael Bauer, Alt-Bgm. Karl Reith, Bgm. Christian Süß, Ehrenvorsitzender des PGR und langjähriger Pressebegleiter des Frauenbundes Peter Slesiona mit Gattin, PGR-Vorsitzender Max Peindl mit Gattin und ehemaliger PGR-Vorsitzender Max Karger

Totenbrettweihe 2016

48 verstorbene Mitglieder sind bereits auf den sechs Gedenktafeln an der Kirchenrückseite aufgeschrieben.

Am 9. April 1978 haben sich 29 Gründungsfrauen auf das Wagnis einer Vereinsgründung, ja eines rein aus Frauen bestehenden Vereins, eingelassen. „Da Weiberverein“, war anfangs belächelt, vielleicht auch manchmal kritisch beäugt, was die Frauen da alleine so treiben, aber sehr bald akzeptiert und voll in das Vereinsleben integriert. Zu unserer Hoch-Zeit zählte der Frauenbund 120 Mitglieder! Derzeit sind es leider nur noch 42 Damen. Aber, wie in allen Verbänden, gab und gibt es auch bei unserem Frauenbund Höhen und Tiefen, Kritik und Lob; dennoch waren es im Großen und Ganzen fruchtbare und gute Jahre mit vielen Ideen und Aktivitäten, die von Einsatzbereitschaft und Zusammenarbeit geprägt waren. Es besteht fürwahr Grund in Dankbarkeit zurückzublicken.  

Der Frauenbund wird gerne auch als eine „wichtige Säule“ in der Pfarrei bezeichnet. Und es stimmt:  viele christliche Bräuche und Gepflogenheiten werden seit Jahren aufrechterhalten und gepflegt. Manches wäre ohne den Frauenbund schon in Vergessenheit geraten. Und auch wenn Angebote wie Kreuzweg- und Rosenkranzandachten schlichtweg ein „hartes Brot“ sind und nicht viele ansprechen, ein paar kommen doch, sodass nach dem Beten in geselliger Runde das gesellschaftliche Miteinander nicht zu kurz kommt. Wir alle haben eine christliche Verantwortung für das weltliche Leben. Seien wir offen und mutig.  

43 Jahre Frauenbund bedeuten auch ungezählte, kostbare Stunden aktiven Gemeinschaftslebens. Was hat der Frauenbund nicht alles auf die Beine gestellt: ich denke da an unsere legendären Faschingskranzerl, 34 Jahre lang eine Seniorenadventfeier alleine durchgeführt und finanziert, traumhafte Ausflüge, Bildungsveranstaltungen, Wanderungen, Kurzausflüge, Kochkurse, Einkehrtage und vieles mehr. Leider ist durch den Mitgliederrückgang und die Altersstruktur vieles davon nicht mehr machbar. Aber viele von uns haben diese Zeiten selber aktiv mitgemacht und können von den Erinnerungen noch zehren.         

43 Jahre sind auch eine Verpflichtung, die kommende Zeit auch weiterhin mit Leben zu erfüllen, nicht aufzugeben, die Ärmel aufzukrempeln und mutig  nach vorne zu geben.  

Auch wenn sich das Angebot der Veranstaltungen des Frauenbundes stark gewandelt hat, und die kirchliche Ausrichtung unseres Vereins für manche Frau eher eine Hemmschwelle darstellt, so hat unser Verein durchaus noch seine Berechtigung.  

Jedes einzelne Mitglied ist wichtig für den Verein und kann ihn mit ihren Fähigkeiten prägen und ihm ein Gesicht geben. Erst dadurch bekommt der Katholische Frauenbund sein eigenes, einzigartiges und buntes Profil.  

Was kann der Frauenbund denn heute den jungen Frauen bieten, die in ihrer Freizeit überall Zerstreuung und anregende Hobbies finden? FRAUENSOLIDARITÄT und GEMEINSCHAFT! Aber den jungen Frauen ein Konzept überzustülpen liegt uns fern. Erstrebenswert wäre es, wenn sich interessierte Frauen selber unter dem Schutz des Frauenbunddaches einen z. B. wöchentlichen oder monatlichen Treff vereinbaren und an den derzeitigen Aktivitäten der kirchlichen Veranstaltungen auch ab und zu teilnehmen würden. So könnte ein Austausch von „Jung zu Alt“ stattfinden ohne, dass sich jemand überfordert oder fehl am Platz fühlt. Traditionen erhalten sind nicht nur in „weltlichen“ Vereinen, sondern ganz besonders in „kirchlichen Gruppierungen“ wichtig.  

Wir hätten gerne und brauchen „frischen Wind“ in unseren Reihen. Lassen Sie sich von dem Lüftchen des Frauenbundes anhauchen und machen Sie mit.  

Zur 40-Jahr-Feier des Frauenbundes habe ich meine Rede mit einem Zitat von Papst Johannes XXIII beendet, der im Vatikan ein Fenster öffnete und – die katholische Kirche meinend – sagte: „Damit frischer Wind hereinkommt.“ In diesem Sinne darf ich alle bitten, öffnet eure Herzensfenster für den Frauenbund weit, damit frischer Wind in unseren Frauenbund kommt und der Verein neu belebt wird. Ich appelliere an die Frauensolidarität – machen Sie mit -gemeinsam können wir etwas bewegen.  

Herzliche Grüße
Mathilde Resch-Karger, Vorsitzende des KDFB Zweigverein Eppenschlag