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Ortsgeschichten: Hohenthan

Über den Dächern Eppenschlags, mit Blick auf Rachel und Lusen thront das Dorf Hohenthan. Die Namensgebung ist dabei wohl zurückzuführen auf den Wald aus „Hohen Than“, der sich hinter der kleinen Ortschaft erhebt.

Alter Hof

Hohenthan 1988

Hohenthan 2010

Dorfkapelle

Zu Hohenthan gehören 3 Weiler, Richtung Eppenschlag befinden sich die Anwesen der Familien Bauer, Binder und Eder, Richtung Kleinmisselberg befinden sich die Familien Küblböck und Stöhr.

Geht man in der Geschichte zurück, findet man die erste namentliche Erwähnung von Hohenthan im Jahre 1524, als über das „Bucheckergut“ berichtet wird, das damals den Besitz wechselte. Die erste ausführlichere Beschreibung ist 1808 zu finden, als das Bucheckergut detaillierter beschrieben wird: Ein gemauertes Wohnhaus samt gemauertem Stall und Stadl, ein kleines Hausgartel sowie 3 Feldern, das Winterfelde, das Sommerfelde und das Brachfelde. Hier wird auch die Dreifelderwirtschaft beschrieben, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Gang und Gäbe war, aufgeteilt in Wintergetreide, Sommergetreide und Brache. Nachdem der Bauernhof über die Jahrhunderte hinweg mehrfach den Besitzer wechselte, wurde er im Jahre 1979 schließlich abgebaut und ging in den Besitz des Museumsdorf Tittling über, wo man ihn noch heute besichtigen kann.

Hohenthan war also seit jeher landwirtschaftlich geprägt, letztendlich hat aber nur ein Betrieb den Strukturwandel überlebt. An der alten Milchbank, wo in den 1960er Jahren der größte Landwirt stattliche 80 Liter täglich lieferte, zeugt heute nur doch die befestigte Bodenplatte von der Vergangenheit. Wo früher Dreifelderwirtschaft betrieben wurde, fügen sich jetzt intensiv genutzte Wiesen und Ackerflächen in das Bild der Kulturlandschaft.

Ebenso wie die Landwirtschaft ist die Religion in unserem Dorf verankert, denn Hohenthan verfügt über eine Kapelle. Nachdem die alte Holzkapelle baufällig war, wurde eine neue, massive Ausführung erbaut, und am 01. Mai 1964 bezogen. Damals fanden noch täglich Maiandachten statt, um den Marienmonat gebührend zu ehren.