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Breitbandausbau: So geht es weiter

Welche Möglichkeiten habe ich durch den Ausbau? Diese am häufigst gestellte Frage versuchten Markus Münch und Josef Markl von der Telekom anhand der Ausbaupläne zu beantworten.

Im letzten Oktober konnte die Gemeinde Eppenschlag den Zuschlag zu Ausbau des Breitbandnetzes an die Telekom vergeben. Dazu flossen fast 330 000 Euro an Fördergeldern des Freistaates Bayern in die Bayerwaldgemeinde. Nun sind die Planungen so weit dass Gemeinde und Telekom die Bürger über den Ausbau informieren konnten.

Markus Münch und Josef Markl stellten die Ausbaupläne vor. Dabei kommen in Eppenschlag zwei Technologien zum Einsatz. In den Ortsgebieten wird FTTC (Fibre to the Curb) verbaut. Dabei versorgt ein Glasfaserkabel die Verteilerkästen (Curbs) in den Ortsteilen und Siedlungen mit schnellem Internet. Die Anbindung der einzelnen Häuser läuft über die bestehenden Kupferdrähte der Telefonleitung.

Laut Markus Münch liege der Vorteil in der wesentlich kürzeren Strecke, die per Kupferleitungen überbrückt werden müssen. „ Das Problem der Kupferleitungen ist die Dämpfung. Je länger die Leitung, desto schlechter wird das Signal, das am Ende ankommt“; erläutert Münch die physikalischen Zusammenhänge. Bei FTTC werden lange Strecken durch Glasfaserkabel ersetzt, die kaum Dämpfung aufweisen.

Die Ortsteile Hungermühle, Hungerberg, Hohenthan, Gschwendtnermühle und Fürstberg können so nicht angeschlossen werden, da die Strecke zum Verteiler immer noch zu lange ist, um die geforderten 30 Mbit/s zu erreichen. Hier wird das Glasfaserkabel bis in die Häuser verlegt (FTTH: Fibre to the Home) „Das ist der Ferrari unter den Anschlüssen. Hier sind Transferraten bis zu 200 Mbit/s möglich“, stellt Münch die Vorteile dieser Anschlussart vor.

Dazu muss jedoch die Leitung in das Haus gelegt werden, was den Hausbesitzern knapp 600 Euro kostet. Dafür übernimmt die Telekom die Bauorganisation und stellt so weit möglich den Ursprungszustand des Grundstückes wieder her. Selbstverständlich können die Hausbesitzer sich auch später anschließen lassen, so die Vertreter der Telekom, doch der derzeitige Preis sei subventioniert und könne dann höher liegen.

Auch wenn der Hausanschluss geschaffen wurde, sei man nicht gezwungen diesen zu nutzen. „Um in den Genuss der Verbesserungen zu kommen, ist immer eine Tarifumstellung nötig“, so Josef Markl. Die Bewohner der FTTC angeschlossenen Bereiche müssten vorerst nichts tun, bis voraussichtlich ab Oktober die neuen schnellen Tarife buchbar sind.

Auch nach dem Ausbau ist das schnelle Breitbandnetz noch nicht flächendeckend im Gemeindegebiet verfügbar. Doch Bürgermeister Christian Süß kündigte an, dass die Fördersumme noch nicht ganz ausgeschöpft sei und man deshalb in Zukunft weitere Gebiete erschließen wolle.