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Kulturpreis für Erich Kufner, den Baumeister mit Herz

Erich Kufner hat zwar kein Vereinsamt inne. Trotzdem legt man in Eppenschlag großen Wert auf seine Stimme. Seine Meinung und seine fachmännische Hilfe sind in der Gemeinde geschätzt, sei es beim Aufbau des Pfingstfestes, in der Skihütte in Fürstberg, oder wenn wieder einmal etwas aufgestellt oder errichtet werden soll. Der Capo, wie Erich Kufner allgemein genannt wird, ist immer zur Stelle, wenn ein Verein oder Stammtisch seine Hilfe braucht.

Als Baumeister mit Herz bezeichnete der Vorsitzende des Kulturkreises Eppenschlag, Rupert Kraft den Preisträger, verzichtet aber darauf, aufzuzählen, wo sich Erich Kufner einbrachte: „Wenn ich jetzt alles aufzähle, was du gemacht und in die Wege geleitet hast, würde die Laudatio mehr als zwei Stunden dauern, aber nach fünf Minuten wärst du nicht mehr da.“ Denn Erich Kufner steht ungern im Rampenlicht, wirkt und arbeitet aber umso mehr im Hintergrund. Doch beschloss der Kulturkreis, dieses Wirken zu würdigen. Und so überreichte Kraft eine Skulptur aus der Werkstatt des Glaskünstlers Köck, geschaffen aus den Materialien des Bayerischen Waldes, Granit, Holz und Glas. Auch Bürgermeister Christian Süß gratulierte dem Preisträger und bedankte sich für seine Arbeit

Rund um die Verleihung lud der Kulturkreis zum Kulturfest. Ein buntes Programm lockte den ganzen Tag zahlreiche Besucher auf den Eppenschlager Dorfplatz. Auf großes Interesse stieß der Pflanzenflohmarkt, gleich kistenweise wurden liebevoll herangezogene Pflanzen von den Gartenfreunden gekauft. Mit seiner alten Zimmererwerkstatt fesselte Anton Graßl die jüngsten Besucher. Mit großen Augen beobachteten die Kinder, wie früher Holz bearbeitet wurde und legten mit Begeisterung selbst Hand an. So wurden Schindeln gespalten Holznägel hergestellt, genagelt und gebohrt. Ab Mittag drehte sich so manches Schmankerl am Grill, für die Liebhaber süßer Leckereien gab es Kaffee und selbst gebackene Kuchen. Auf großes Resonanz stieß auch wieder das Spielmobil des Kreisjugendrings, wo den ganzen Tag gespielt und gebastelt wurde. Aufsehen erregten auch die Zündapp-Fahrer, die mit über 50 alten und älteren Zweirädern der Traditionsmarke nach Eppenschlag gekommen waren.