Nachrichten

Lebensretter für Eppenschlag

Bis Rettungssanitäter und Notärzte die Gemeinde Eppenschlag erreichen vergeht oft viel Zeit, vor allem wenn Rettungskräfte aus weiter entfernten Standorten alarmiert werden müssen. Zu viel Zeit, wenn es um akute Herz- und Kreislauferkrankungen geht. Damit trotzdem schnell Hilfe geleistet werden kann, überreichte das Bayerische Rote Kreuz Kreisverband Freyung-Grafenau jetzt einen Defibrillator an die Gemeinde.

Ein kleines Gerät, das Leben retten kann, übergibt Günter Paster an Bürgermeister Christian Süß und Feuerwehr-Kommandant Christian Molz. (Foto: privat)

Bürgermeister Christian Süß dankte dem Bayerischen Roten Kreuz, das das Gerät nicht nur beschaffte, sondern auch für die laufenden Kosten aufkommt: „Mit dem Gerät ist Eppenschlag sicherer geworden. Hier kann in der Zeit, bis Rettungskräfte kommen, effektiv geholfen werden.“

Mit diesem Gerät können auch Laien schnell und wirksam Hilfe leisten. Mit gezielten Stromstößen kann so bei Herzrhythmusstörungen geholfen werden. Entscheidend dabei ist der frühestmögliche Einsatz, damit das Gehirn des Erkrankten schnell wieder mit Sauerstoff versorgt werden kann. Aus diesem Grund wurde das Gerät auch im Eingangsbereich der Kirche angebracht. Diese liegt zentral im Ort und kann auch mit dem Auto schnell angefahren werden. Christian Süß macht jedem Mut, im Bedarfsfall das Gerät zu holen und auch einzusetzen: „Das Gerät arbeitet automatisch. Eine Sprachausgabe sagt dem Ersthelfer genau, wie er zu verfahren hat. Das kann wirklich jeder, man muss es sich nur zutrauen.“

Einen wichtigen Hinweis gibt auch Feuerwehrkommandant Christian Molz: „Im Notfall soll aber keinesfalls der Patient allein gelassen werden, um den Defibrillator zu holen. Ein Ersthelfer sollte unbedingt beim Patienten bleiben und mit den bekannten Reanimationsmaßnahmen wie Beatmung und Herzdruckmassage beginnen.“