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Mit neuem Team in die Zukunft

Vorstandschaft des WSV Eppenschlag verteilt die Vereinsführung auf mehrere Schultern. Unter der Bedingung konnte mit Karl Spannfellner ein neuer Vorsitzender für den fast 600 Mitglieder starken Verein gefunden werden. Mit einem erweiterten Team ist die Zukunft des erfolgreichen Vereins gesichert.

Eine Lokomotive, die vorausgegangen war und alle mitgezogen hatte, so bezeichnete Bürgermeister Christian Süß den ehemaligen Vorsitzenden des WSV Eppenschlag Christoph Reith. Für viele unerwartet legte er nach dem letzten Pfingstfest sein Amt nieder. Der kommissarische Vorsitzenden Karl Spannfellner erinnerte daran, dass Reith in den zehn Jahren als erster Vorsitzender den Verein einen großen Schritt nach vorne gebracht, vieles angestoßen und bewegt hatte. Mit stehendem und lange anhaltendem Applaus wurde Reith nun von den Mitgliedern des Vereins verabschiedet.

Für den Wintersportverein begann die lange Suche nach einem neuen Vorsitzenden. In die großen Fußstapfen Reiths zu treten, dass wollte zunächst niemand. Schließlich galt es, einen Verein mit fast 600 Mitgliedern zu führen, dessen Sportler weit über die Region in nationalen und internationalen Wettkämpfen antraten und der gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr auch für das Eppenschlager Pfingstfest verantwortlich zeichnet. In vielen Gesprächen begannen die Verantwortlichen um den bisherigen zweiten Vorsitzenden Karl Spannfellner und Kassier Thomas Reith die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Es fand sich ein Team, das gemeinsam den Verein die nächsten Jahre führen möchte. Unter diesen Voraussetzungen stellte sich Spannfellner als Kandidat zu Wahl des Vereinsvorsitzenden zur Verfügung. Rechtzeitig vor dem Pfingstfest traf sich der WSV Eppenschlag zur Mitgliederversammlung, um wieder eine vollständige Vorstandschaft zu wählen.

Die Mitglieder gingen diesen Weg gerne mit, so dass die Wahl unter der Leitung von Bürgermeister Christian Süß schnell und unproblematisch über die Bühne ging. Als Vorsitzender wurde Karl Spannfellner einstimmig gewählt und erntete großen Applaus der Versammlung, als er die Wahl annahm. Als zweiter Vorsitzender steht ihm Manfred Schneider und als dritter Vorsitzender und Kassier Thomas Reith zur Seite. Schriftführer ist weiterhin Adolf Hackl, Frauenbeauftragte Eva Schneider und Jugendbeauftragter Christian Schiller.

Um die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen, wurde die Vorstandschaft per Satzungsänderung um mehrere Beisitzer erweitert. Als Sportlicher Leiter arbeitet Norbert Schiller hier mit. Ebenso gehören Carola Braunreuther (stellvertretende Kassierin), Florian Schneider (Internet-Beauftragter), Erich Kufner (Hüttenwirt) und als Beirat Bürgermeister Christian Süß der Vorstandschaft an. Die Kasse wird durch Josef Maier und Johann Süß geprüft.

Der neu gewählte Vorsitzende Karl Spannfellner dankte den Mitgliedern für die Unterstützung: „Jetzt sind wir so aufgestellt, dass wir die nächsten zwei Jahre den Verein führen können.“ Er dankte dem bisherigen Kassenprüfer Michael Schrönghamer für seine langjährige aktive Mitarbeit im Verein, zunächst als Kassier und dann als Kassenprüfer.

Bereits im Vorfeld der wichtigen Wahlen berichteten die Spartenführer über den Verlauf der Wintersaison. Die Damenmannschaft der Eisstockschützen qualifizierte sich mit einem ersten Platz im Bezirksportal, trat aber im Bayernpokal nicht an. Die Bundesliga-Saison verlief nicht sehr positiv, nach der Hinrunde noch auf Platz 19 fielen die Damen des WSV in der Rückrunde auf Platz 21 zurück. Nach 24 Jahren in der obersten deutschen Liga stiegen sie jetzt in die Bayernliga ab. Spartenleiter Stefan Graf bedauerte dies: „Unsere Damen gehörten zu den besten Mannschaften Deutschlands, um an die Erfolge anzuknüpfen fehlt uns momentan der Nachwuchs.“ Keine Nachwuchssorgen gab es bei den Männern, die die jungen Schützen immer wieder in die Mannschaften einbanden. Die erste Mannschaft verpasste den Aufstieg in die Bezirksoberliga nur knapp und die zweite Mannschaft konnte diese Klasse nach einer spannenden Aufholjagd halten. Im Sommer plant die Sparte ein Sommerturnier, zu dem sich bereits erfolgreiche und bekannte Bundesligamannschaften angemeldet hätten und ein Gemeindesommerturnier am 1. Juli.

Sylvia Kabus berichtete aus der Sparte Alpin, dass es momentan an Übungsleitern fehle, um mit der nach Alter und Fähigkeiten stark gemischten Trainingsgruppe regelmäßig zu trainieren. Mit der neuen Vorstandschaft wolle man aber an einer Lösung arbeiten, so dass in der nächsten Saison wieder ein regelmäßiges Training sichergestellt sei.

Spartenleiter Norbert Schiller berichtete eine erfolgreiche Saison der Sparte Langlauf. Die Nachwuchssportlerin Fiona Diermeier gewann dabei jeden regionalen Wettbewerb und die Bayerwaldmeisterschaft. Dafür wurde die Schülerin von Vorsitzendem Karl Spannfellner und Fahnenmutter Erna Schrönghamer besonders geehrt. Der Höhepunkt der Saison war der Eppenschlager Langlaufcup. Auch wenn er wegen der schlechten Schneeverhältnisse in Finsterau stattfinden musste, übertraf er mit fast 160 Teilnehmern alle Erwartungen. Schiller dankte dem Verein in Finsterau für die Unterstützung bei der Durchführung der Großveranstaltung.

Das Karriereende des Aushängeschildes des Vereins Florian Graf stand im Mittelpunkt des Berichtes von Spartenleiter Michael Schiller. Der Biathlet beendete zwar den IBU-Cup als bester Deutscher, wurde aber in der letzten Saison zu keinem Weltcup-Rennen aufgestellt, so dass es auch nicht für eine Nominierung zu den olympischen Spielen reichte. Vor weniger Wochen beendete Graf seine Profikarriere. Doch Michael Schiller berichtete von starken Nachwuchssportlern, die in den Startlöchern stünden um auch in der Zukunft den WSV auf Spitzenebenen zu vertreten.

Von einer erfolgreichen Arbeit der Sparte Mountain-Bike berichtete Jonas Krempl. Zu dem wöchentlichen Kindertraining käme eine gute Stammgruppe von sieben bis acht Leuten. „Mit diesen wagen wir uns jetzt an die ersten Rennen ran“, so Krempl.

Vorsitzender Spannfellner lobte auch die Arbeit der Sparte Breitensport mit Leiterin Uschi Peindl: „Ihr stellt ein weit gefächertes Angebot auf die Beine, das sehr gut angenommen wird.“ Sein Dank galt auch Jonas Buchecker, der sich für die sehr gute Pflege der Piste und Vereinsloipe verantwortlich zeichnet.