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Glasfaserkabel soll schnelleres Internet bringen

In Eppenschlag geht der Breitbandausbau in die nächste Runde. Rund 22 Kilometer Glasfaserkabel verlegt die amplus AG im Gemeindegebiet. Dabei konnte sich das Unternehmen aus Teisnach gegenüber den Mitbewerbern durchsetzen und bekam vor einem Jahr den Zuschlag durch die Gemeinde Eppenschlag

„Dank der bis an die Grundstücksgrenze verlegten Glasfaserleitung (FTTB: Fibre to the Building) stehen den Hauseigentümern künftig Bandbreiten von 200 Megabit pro Sekunde und mehr zur Verfügung. Nach Fertigstellung wird Eppenschlag mit dem modernsten Glasfasernetz versorgt sein“, so Robert Scholz Kommunalbetreuer der amplus AG, „wir freuen uns, dass wir mit diesem Auftrag in unserer Heimatregion weiter Fuß fassen und so unseren Teil zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität im Bayerischen Wald beitragen.“

Mit dem durch den Freistaat Bayern geförderten Netzausbau können sich jetzt weitere 54 Haushalte in den Randgebieten rund um den Eppenschlager Ortskern an ein leistungsfähiges Breitbandnetz anschließen. Doch zunächst endet das Kabel an den Grundstücksgrenzen. Für die letzten Meter sind die Eigentümer verantwortlich, da hier das Glasfaserkabel bis in das Haus verlegt werden muss, nicht wie in anderen Gebieten, wo das Telefonkabel aus Kupfer die so genannte „letzte Meile“ übernimmt. Dafür stehen dann auch Geschwindigkeiten bis zu 200 Mebabit pro Sekunde zur Verfügung. Durch eine optimierte Kabelführung gelangen auch einige Häuser, die schon in der ersten Ausbaustufe mit Geschwindigkeit von mehr als 30 Megabit pro Sekunde  versorgt wurden und so nicht mehr in die Förderung fallen, die Möglichkeit, Glasfaserleitungen bis ins Haus verlegen zu lassen und so bis zu 200 Megabit pro Sekunde zu erreichen.

Mit Abschluss dieser Phase sind nun fast alle Eppenschlager Haushalte mit einem schnellen Internetanschluss versorgt, so Bürgermeister Christian Süß. „Ohne die staatliche Förderung von 525 000 Euro wäre es nicht gegangen. Trotzdem sind auch die restlichen 131 000 Euro eine große Investition für uns, mit der wir aber unsere Gemeinde zukunftssicher machen“, so Christian Süß, merkt aber kritisch an, dass Eppenschlag nur 80% gefördert wird, während die meisten Gemeinden der Umgebung zu 90% gefördert werden.

Der Zuschlag für die Tiefbauarbeiten ging an die Firma EKT Eichinger Kabeltechnik GmbH & Co. KG aus Kirchberg im Wald, die bereits mit zwei Bautrupps an der Arbeit ist. Parallel zum Tiefbau produziert die amplus AG alle Multifunktionsgehäuse inklusive der aktiven Technikelemente am Firmensitz in Teisnach. Während der Verlegearbeiten übernimmt das Bauunternehmen die Aufstellung der Multifunktionsgehäuse. Im Anschluss daran folgen die Glasfaser- und Spleißarbeiten.