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Im Schlafanzug zum Einsatz?

Eine besondere Aufgabe hatte in diesem Jahr der stellvertretende Kommandant Martin Tanzer. In launigen Worten ging er auf die Leistungen des langjährigen ersten Kommandanten Christian Molz ein. Sei es die Tatsache, dass Übungen grundsätzlich an Tagen stattfänden die weit über 30 Grad heiß sind. Oder die neuen Schutzanzüge, die so leicht und bequem seien, dass man nicht wisse ob man im Schutzanzug oder im Schlafanzug zum Einsatz fahre.

Bürgermeister Christian Süß (links), Fahnenmutter Michaela Weber und Vorstand Robert Maier gratulierten zu den Ehrungen und Beförderungen: Christian Molz, Manfred Käser, Stephan Graf, Michael Schrönghamer

Ohne Christian Molz würde die Freiwillige Feuerwehr Eppenschlag nicht so gut dastehen wie jetzt. Als Dank überreichte Tanzer dem Kommandanten seine Beförderung zum Hauptlöschmeister.

Zu Beginn der Versammlung zeigte sich Vorstand Robert Maier hoch erfreut über die sehr große Teilnehmerzahl: „Von der aktiven Mannschaft fehlen nur zwölf Personen, und acht davon sind auf einem Funklehrgang.“ Auch die Jugend war fast vollzählig erschienen und einige passive Mitglieder waren anwesend.

Maier berichtete über die die wichtigsten Themen in den Vorstandssitzungen. Auch die Veranstaltungen des letzten Jahres seien sehr positiv verlaufen. Die Feuerwehr beteiligte sich an den Veranstaltungen innerhalb der Gemeinde und bei den Nachbarfeuerwehren. Das letztjährige Pfingstfest bezeichnete er als „ein großes Fest für ein kleines Dorf. Die Planungen für dieses Jahr liefen bereits auf Hochtouren. Nach zehn Jahren spielen die „Donnervögel“ wieder. Er bat alle, sich wieder einzubringen und im gewohnten Maße mitzuhelfen: „Schauen wir uns auf das Fest, denn es ist es wert.“ Besonders froh war Robert Maier über den reibungslosen Übergang der Ämter nach den Neuwahlen im letzten Jahr. Jeder habe sich schnell und gut in sein neues Amt eingefügt und arbeitet bestens mit.

Mehr Ausgaben als Einnahmen kennzeichneten den Kassenbericht von Kassier Stefan Denk. Doch der Großteil der Ausgaben wurde für die Ausrüstung der aktiven Mannschaft verwendet, über 27 000 Euro flossen als Eigenleistung der Wehr in die neuen Schutzanzüge.

1. Kommandant Christian Molz berichtete über den Stand der aktiven Mitglieder von derzeit 62 Feuerwehrfrauen und -männern, davon 23 Atemschutzträger. Acht Anwärter aus der Jugendfeuerwehr seien im letzten Jahr in den aktiven Dienst eingetreten, dieses Jahr stünden noch einmal acht bereit. „Unsere langjährige Jugendarbeit macht sich hier bezahlt. Wir sind stolz auf unsere starke Jugendgruppe. Macht weiter so, wir brauchen euch“, so Christian Molz an die Adresse des Feuerwehrnachwuchses.

Im letzten Jahr gab es 25 Übungen, darunter zwei Gemeinschaftsübungen mit Nachbarfeuerwehren. Insgesamt 590 Übungsstunden wurden geleistet, zusätzlich kämen noch Atemschutzausbildung Lehrgänge und Leistungsabzeichen hinzu.  „Macht weiter so! Nur wer mit den Gerätschaften übt, ist auch in den Einsätzen sicher im Umgang“, appellierte Molz an seine Mannschaft. Dass dies wichtig ist, zeige sich an der großen Anzahl an Einsätzen. „Seit ich Kommandant bin, hatten wir noch nie so viele Einsätze“, berichtete der Kommandant, „27 Einsätze, davon 7 Brandeinsätze.“ Zu den größten zählte die  schwere Gasexplosion in Rametnach. Hinzu kamen vier THL-Einsätze bei Verkehrsunfällen. 608 Einsatzstunden kamen so zusammen. Auch dieses Jahr schon einige Einsätze, die jedoch alle unwetterbedingt waren. Zusätzlich beteiligt sich die Freiwillige Feuerwehr mit ihrem Mehrzweckfahrzeug an der Führungsunterstützung und unterstützt Einsatzleitung bei Großschadensereignissen. Hierzu werden ausreichend Kräfte ausgebildet, um immer einsatzbereit zu sein.

Jugendwart Simon Graf berichtete aus der Arbeit der Jugendfeuerwehr mit 19 Übungen und der erfolgreichen Teilnahme am Jugendleistungsabzeichen und Wissenstest. Jugendwart Michael Maier verkündete, dass er aus persönlichen Gründen aufhören wolle. Vorstand Robert Maier rief dazu auf, dass sich wieder jemand findet, der sich in der Jugendarbeit engagiert.

Für Robert Maier gehört der Atemschutzwart zu den wichtigsten Aufgaben in der Feuerwehr, denn von diesem Amt hängen Menschenleben ab. Bei den Brandeinsätzen habe der Atemschutz eine wichtige Rolle gespielt. Demzufolge berichtete Severin Peindl von den ständigen Übungen und Lehrgängen, davon Grundlehrgang mit drei neuen Atemschutzträgern, damit die Einsatzkräfte immer bestens geschult und routiniert in den gefährlichen Einsatz gehen können.

Kassenprüfer Roland Fuchs und Josef Maier bescheinigten dem Kassier eine äußerst sorgfältige und gewissenhafte Führung der Finanzen und schlugen der Versammlung, die Entlastung vor, was aufgrund der Aussage nur eine Formsache war.

Eine schöne Aufgabe übernahmen jetzt Kommandant, Bürgermeister Christian Süß und Fahnenmutter Michaela Weber. Für 50 Jahre Mitgliedschaft gratulierten sie Michael Schrönghamer, Michael Peindl und Johann Kraft. Den Dank für 60-jährige Treue sprachen sie Alois Graf, Xaver Trauner und Max Garhammer aus. Vorstand Robert Maier versprach, allen, die nicht anwesend sein konnten, die Ehrung vorbeizubringen oder an anderer Gelegenheit zu überreichen.

Kommandant Christian Molz nahm Michael Augustin und Katharina Denk per Handschlag in die aktive Mannschaft auf. Auch den fleißigsten Aktiven wurde gedankt: Roland Fuchs mit 26 Übungen und Einsätzen, Günther Wenig (25), Jonas Buchecker (22) und Andreas Grumann (22). Für 20 Jahre in der aktiven Mannschaft dankte der Kommandant Stephan Graf und für 30 Jahre Manfred Käser.

Neben seiner eigenen konnte Christian Molz auch wieder einige Beförderungen vornehmen. Zum Feuerwehrmann befördert wurden Isabell Maier, Andreas Maier, Matthias Maier, Michael Binder, Carina Wagner, Ramona Molz und Melina Schiller. Hauptfeuerwehrmann dürfen sich zukünftig Martin Binder, Jonas Buchecker, Sandro Kraft und Marco Reitberger nennen. Zum Löschmeister ernannt wurde Nikolai Eder und zum Oberlöschmeister Martin Tanzer.

Bürgermeister Christian Süß lobte in seinem Grußwort die hohe Beteiligung an der Versammlung: „Warum kommen so viele zur Jahreshauptversammlung? Es sind Leute voran dran, die motivieren und mit Begeisterung vorangehen.“  Anschaffungen für die Feuerwehr sei zwar zunächst Aufgabe der Gemeinde, könne aber nicht ohne Unterstützung des Feuerwehrvereins geleistet werden. Auch trotz der häufigen Einsätze würden immer wieder viele bei Alarmierungen ausrücken. Süß bat darum, dass es so bleibe: „Ihr stellt die Sicherheit in der Gemeinde sicher. Kommt, wenn die Sirene geht und unterstützt eure Führung.“

Stefan Süß, Kommandant des Patenvereins Kirchdorf, gratulierte den Geehrten und Beförderten, besonders aber den Kommandanten: „Wenn es einer verdient hat, dann Christian Molz. Wenn unsere Wehren zusammenarbeiten, ist eine Ruhe da. Es ist wichtig für die Einsatzleitung, dass man sich auf die Leute auch der anderen Feuerwehren verlassen kann. Mit Eppenschlag klappt dies immer, ob bei Einsätzen oder Übungen.“