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Pfingstfest: Ein Dorf zeigt Gemeinsinn

„Immer wenn irgendwo eine Lücke entsteht, sind sofort zwei oder drei zur Stelle, um einzuspringen“, beschrieb Robert Meier, Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Eppenschlag den guten Zusammenhalt, nicht nur zwischen den ausrichtenden Vereinen, Feuerwehr und Wintersportverein. Ganz Eppenschlag war auf den Beinen, schon lange bevor die erste Maß in den Krug floss.

Beim Aufbau waren fast 70 Helfer vor Ort. Und auch an den folgenden Tagen waren mindestens 30 Eppenschlager aktiv, um die Wiese neben der Bundesstraße zu einem Festgelände zu verwandeln, erzählte Festpräsident Karl Baumann, Eine Leistung, die auch Schirmherr und Bürgermeister Christian Süß in seiner Begrüßung hervorhob: „Jeder bringt sich ein, alle halten zusammen. es gibt fast keinen in Eppenschlag, der nicht in irgendeiner Weise mithilft.“

Bei strahlendem Sonnenschein startete das Pfingstfest 2019 am Freitag mit dem Standkonzert am Dorfplatz und dem Festzug. Geführt von der Marktkapelle Schönberg und der Jugendblaskapelle Kirchdorf und begleitet von prächtig geschmückten Kutschen des Rosserer-Stammtisches zogen die Eppenschlager mit ihren Gästen in das Festzelt. Bürgermeister und Schirmherr Christian Süß zapfte mit nur zwei Schlägen das erste Fass des Festes an. Groß war die Anzahl der Gäste, die Süß gerne namentlich begrüßte. So gaben sich zum Auftakt alle drei Landtagsabgeordneten die Ehre, Manfred Eibl, Max Gibis und Alexander Muthmann. Auch Landrat Sebastian Gruber kam nach Eppenschlag, ebenso wie zahlreiche Bürgermeister und Gemeinderäte der umliegenden Gemeinden.

Als dann die Fetzentaler auf die Bühne kamen, mischte sich junges Partypublikum mit den Gästen des Volksfestaufzuges. Schnell war das Zelt bis auf den letzten Platz gefüllt und die typische Pfingstfeststimmung kam auf.

Zum Pfingstsamstag konnten nach zehnjähriger Pause die „Donnervögel“ wieder nach Eppenschlag geholt werden. Die neun Musiker, die zu den besten Bands der Partyszene gehören, sorgten dafür, dass schon kurz nach der Eröffnung das große Zelt bis auf den letzten Platz besetzt war und die Stimmung brodelte. Dank des schönen Wetters fanden viele Besucher auch auf den zahlreichen Tischen und Bänken Platz, die die Veranstalter im Außenbereich rund um das Zelt aufgebaut hatten. Die Bedienungen, ebenfalls Mitglieder der Eppenschlager Vereine, hatten alle Hände voll zu tun, um den Durst der Besucher zu stillen.

Viel zu tun gab es am Sonntagmittag auch für die Leute in den Essenständen. Denn bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen kamen außergewöhnlich viele zum Mittagstisch. Die Klingenbrunner Dorfblosn konnte die meiste Zeit vor vollem Zelt spielen und Clown Zauberer Bobby zauberte unentwegt lustige Tiere und Kopfschmuck aus Luftballons, der er an die Kinder verteilte, natürlich nicht ohne seine Späße zu treiben. Am Abend des Sonntags eroberte nach der Premiere im letzten Jahr die Showband „Highline“ zum zweiten Mal die große Bühne im Festzelt. Mit den ersten Liedern fesselten die sechs Musiker ihr Publikum und ließen das Zelt ein weiteres Mal erbeben.

Nach drei erfolgreichen Tagen gab es bei den Mitgliedern der Festgemeinschaft um den beiden Vorsitzenden Karl Spannfellner und Robert Meier sowie Festpräsident Karl Baumann zufriedene Gesichter. Alle haben sich in Eppenschlag wohl gefühlt und eine gute Zeit gehabt. Trotzdem gehen die Gespräche schon darum, was man andern machen könnte, was eine zusätzliche Attraktion wäre. Denn nach dem Pfingstfest ist für die Veranstalter natürlich schon wieder vor dem Pfingstfest 2020.