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Das neue Feuerwehrauto passt zu uns

Während im letzten Jahr die geplante Anschaffung des neuen Hilfeleistungsfahrzeuges HLF20 die Jahreshauptversammlung dominierte, blickte dieses Jahr Kommandant Christian Molz zufrieden zurück. Das Fahrzeug konnte im Herbst schneller als erwartet abgeholt werden und wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der Partnerfeuerwehr Kirchdorf in Eppenschlag empfangen.


„Am 20. November um 16 Uhr habe ich das neue Fahrzeug bei der Leitstelle angemeldet. Schon neun Stunde später kam der erste Einsatz“, berichtete Kommandant Christian Molz. Auch auf den zahlreichen Übungen mit denen man sich mit dem neuen Fahrzeug vertraut machte, bewährte ich Ausstattung und Beladung. „Das Auto passt zu uns“, so das Fazit des Kommandanten.

In seinem weiteren Bericht führte Christian Molz aus, dass die Mannschaft momentan aus 56 aktiven Feuerwehrfrauen und –männern besteht. Bei zwei Bränden, neun Hilfeleistungs- und drei weiteren Einsätzen sowie bei den Übungen wurden insgesamt über 1000 Stunden Dienst geleistet. Bei den Leistungsabzeichen stellte man unter Beweis, dass die Eppenschlager Wehr auch ausbildungstechnisch auf dem neuesten Stand sei.   

Vorstand Robert Meier dankte dem Kommandanten für sein Engagement bei der Neubeschaffung: „Das HLF20 in seiner jetzigen Form trägt eindeutig seine Handschrift und wird sie immer tragen. Und diesbezüglich hast du eine sehr gute Handschrift.“ Zuvor blickte Meier auf das Vereinsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Eppenschlag zurück mit zahlreichen Beteiligungen und eigenen Veranstaltungen. Höhepunkt und auch finanzielle Lebensader der Wehr sein wieder das Pfingstfest gewesen: „Trotz des schlechten Wetters war das Zelt an allen Abenden voll. Es gab keine Unfälle und Probleme.“ Auch im nächsten Jahr wird das fest wieder die Arbeitskraft eines jeden Mitgliedes fordern. Hinzu kommt dann eine Woche zuvor die feierliche Fahrzeugweihe für das neue Feuerwehrauto.

Einen sehr persönlichen weil letzten Bericht gab Jugendwart Heinz Reitberger ab. In seiner zwölfjährigen Amtszeit baute Reitberger die Eppenschlager Jugendfeuerwehr auf, in der zur Zeit 19 Mädels und Jungen aktiv sind und die zu den größten im Landkreis zählt. So legte Reitberger den Grundstein für die hohe Zahl an aktiven Mitgliedern. „Es war eine wunderschöne Zeit mit euch allen. Viele von euch sind als Fahrer oder Atemschutzträger wichtiger Bestandteil der aktiven Mannschaft. Ich bereue keine Stunde“, so das Fazit nach zwölf Jahren Jugendarbeit. Schon fast selbstverständlich kümmerte sich Heinz Reitberger darum, dass seine Jugendfeuerwehr auch in Zukunft bestens betreut ist. Mit Simon Graf, Michael Meier und Marco Reitberger führte er bereits im letzten Jahr seine Nachfolger ein.

Auch Atemschutzwart Manfred Käser gab nach über neun Jahren seinen letzten Bericht ab. Die Eppenschlager Wehr verfüge derzeit über 17 Atemschutzträger. „Das ist zwar genug, wir müssen aber immer am Ball bleiben, damit ausscheidende Atemschutzträger ersetzt werden können“, so Manfred Käser. Auch hier wurden schon im letzten Jahr mit Severin Peindl und Nikolei Eder die Nachfolger im Amt eingearbeitet. Vorstand Robert Meier dankte für sein Engagement als Atemschutzwart: „Hiermit ist eine besondere Verantwortung verbunden, denn am Atemschutz hängen Menschenleben.“

Die Jahreshauptversammlung ist auch der Ort für Ehrungen und Beförderungen. So beförderte Kommandant Christian Molz die Feuerwehrmänner Martin Binder, Sebastian Ebner, Kilian Graf und Manuel Schneider zu Oberfeuerwehrmänner, Roland Fuchs und Günter Wenig zu Hauptfeuerwehrmänner sowie Michael Meier zum Löschmeister. Für 30 Jahre aktiven Dienst wurde Johann Süß und Christian Molz selbst geehrt. Vorstand Robert Meier ehrte langjährige Vereinsmitglieder. 50 Jahre Mitglied der Feuerwehr Eppenschlag sind Xaver Breit sowie „die Institution der Eppenschlager Wehr“ und Ehrenkommandant Michael Fleck, 55 Jahre der ehemalige Vorsitzende Peter Slesiona, 65 Jahre Max Weber. Und für 70 Jahre Mitgliedschaft wurden Max Garhammer und der ehemalige Schriftführer Xaver Roth geehrt.

Im Grußwort der Kreisbrandinspektion gab Kreisbrandrat Norbert Süß einen Einblick in überörtliche Themen. So sei seit dem 2. November der Digitalfunk weitgehend problemlos in Betrieb gegangen. Die Zahl der Einsätze im Landkreis sei angestiegen, bei etwa gleich bleibenden Zahlen an aktiven Feuerwehrlern und Fahrzeugen. Hier erwähnte er besonders die Einsätze im Zusammenhang mit den Hochwasserkatastrophen in Simbach am Inn und im eigenen Landkreis. „Hier waren bis zu 1000 Helfer im Einsatz“, so Norbert Süß, „alles Menschen, die dies in ihrer Freizeit und ohne finanzielle Gegenleistung machten.“

Bürgermeister Christian Süß zeigte sich über die Situation der Wehr höchst zufrieden: „Wir haben in Eppenschlag nur eine Feuerwehr, aber wir haben DIE Feuerwehr.“ Er dankte für das Engagement im Einsatz und bei gesellschaftlichen Veranstaltungen. „Wichtig ist aber, dass alle immer wieder gesund aus den Einsätzen zurückkommen“, so der Bürgermeister.