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Eppenschlag

Familienausflug des Kulturkreises ins Allgäu

Familienausflug des Kulturkreis Eppenschlag ins Allgäu
Am Samstag, 12.09. startete der Kulturkreis Eppenschlag pünktlich um 5:30 in die alte Heimat von Reinhold Köpf. Als erstes Ziel stand die Schönegger Käse Alm in Rottenbuch auf dem Programm. Nach einer zünftigen Brotzeit konnte man zwischen dem Milchweg und einer kleinen Führung zum Hirschgehe verbunden mit dem Bienen- und Apfelweg wählen. Beim Milchweg wird auf kindgerechte Weise erklärt, wie die Milch vom Kuhstall bis zur Ladentheke kommt und was aus Milch hergestellt werden kann. Wie der Name schon sagt, geht es um die Milch, um's Futter und Wasser für das liebe Vieh, um die Arbeit des Bauern, genauso wie um den Weg vom Kalb zur Kuh. Ein Riesenmemory oder ein Quiz bieten eine schöne Abwechslung, so dass keine Langeweile bei groß oder klein aufkommt.
Beim Bienen- und Apfelweg zieren beinahe vergesse regionale Apfelbaumsorten die Wege. Entlang des Rundwegs kann man die alte oberbayerischen Kuh Rasse Murnau-Werdenfelser beim Grasen beobachten oder im Wildgehe das heimische Rotwild und Muffelschafe aus nächster Nähe betrachten. Im Bienenhaus kann ein ganzes Bienenvolk durch eine Glasscheibe bei seiner wichtigen Arbeit beobachtet werden. Zudem erfährt man bei dem lehrreichen Rundweg mehr über das Leben der Bienen und die Bedeutung der traditionellen Heuwirtschaft für die Artenvielfalt. Nachmittags gings dann weiter nach Ettal, wo wir die Ettaler Schaukäserei besuchten. Dort wurde uns erklärt und gezeigt wie aus Milch Käse entsteht und die Kinder durften fleißig „mit käsen“ . Nachdem Reinhold früher selbst Schaukäser war, zeigte uns dieser seine eigens entwickelte Technik zum rausholen des Käses. Nach dem Schaukäsen nutzten einige die Gelegenheit sich das Kloster Ettal anzusehen. Den Abend ließen wir in unserer Unterkunft im Oberammergau ausklingen. 
Sonntag ging es nach dem Frühstück weiter zum Schloss Linderhof. Eine Führung durch die Venusgrotte und dem Schloss selbst stand auf dem Programmpunkt. 
Die Venusgrotte ist eine künstliche Tropfsteinhöhle, errichtet 1875–77 in nur zwei Jahren Bauzeit. Sie war die größte künstliche Grotte im 19. Jahrhundert und nur für die alleinige Nutzung für König Ludwig II. vorgesehen. 1878–1881 erhielt die Grotte ihre für die damalige Zeit hochmoderne elektrische Beleuchtung. Mit Hilfe auswechselbarer farbiger Glasvorsätze konnte die Grotte in verschiedene Farben getaucht werden. 
Schloss Linderhof ist das einzige Schloss, dass König Ludwig II. vollständig vollendet erlebte. Nach seinem Tod 1886 endeten die Bauzeiten in dem 2 weiteren bekannten Schlössern Neuschwanstein und Herrenchiemsee. Auf Schloss Linderhof wurden im Jahre 1878 die Bauarbeiten beendet und das Schloss konnte in seinem Neurokoko-Stil erstrahlen. Im Schloss Linderhof lassen sich vor allem die tiefe Huldigung an das französische Königtum der Bourbonen, allen voran an den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV erkennen. In zahlreichen Verzierungen und Gemälden ist die Frankreich-Verehrung zu erkennen. Auch im üppig angelegten und weitläufigen Schlosspark setzt sich die Verehrung fort. Dort befindet sich unter anderem eine eigens errichtete Marmorbüste für die französische Königin Marie-Antoinette. 
Alle waren sich einig: Es war ein rundum gelungener Ausflug. 
Text: S.K/Foto:Regina Breit

 

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