Am Dienstag, 25.11.2025 wurde der Verein „ZUKUNFTSENTSCHEID Kläranlage Kirchdorf-Eppenschlag im Gasthaus „Ober’n Wirt“ in Eppenschlag neu gegründet. An diesem Abend haben sich 30 Personen zur Mitgliedschaft angemeldet, weitere 20 Interessierte verfolgten die Veranstaltung.
Folgende Personen bilden die Vorstandschaft:
1. Vorsitzender Adolf Probst (Kirchdorf) 2. Vorsitzender Karl Baumann (Eppenschlag), Schriftführerin Marianne Wallner (Eppenschlag) sowie die fünf Beisitzer Herbert Wildfeuer (Kirchdorf), Ludwid Kufner (Kirchdorf), Dagmar Rupp (Eppenschlag) Josef Schropp (Eppenschlag), Manfred Hanninger (Eppenschlag).
Zweck des Vereins:
ZUKUNFTSENTSCHEID Kläranlage Kirchdorf-Eppenschlag ist eine Vereinigung von Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinden Kirchdorf und Eppenschlag, die sich aktiv gegen die hohen Sanierungskosten der Kläranlage Kirchdorf-Eppenschlag einsetzen. Die Vereinigung ist parteipolitisch und wirtschaftlich unabhängig. Der Verein arbeitet weder für noch gegen bestimmter Parteien oder Firmen. Die Mitglieder missbilligen die Planungen von der Gemeinde Kirchdorf bezüglich der Gebäudekomplexe, stationären Klärschlammentwässerung und die Ausbaugröße der Kläranlage mit 5.400 EW. Die Kosten für das Projekt belaufen sich voraussichtlich auf rund 9 Millionen Euro, so die momentane Kostenberechnung. Es besteht die Gefahr, dass sich die Kosten letztendlich auf bis zu 11 Millionen Euro erhöhen. Bürgerinnen und Bürger sammelten Unterschriften für zwei Bürgerbegehren gegen die hohen Sanierungskosten. Die Gemeinderäte lehnten jedoch die zwei eingereichten Bürgerbegehren Kläranlage mit jeweils fast 600 Unterschriften wiederholt ab. Durch einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Regensburg konnten die Planungen und die weiteren Arbeiten gestoppt werden. Das Gericht vertritt die Meinung, dass der verhängte Baustopp ausreichend ist, um zu einem späteren Zeitpunkt einen Bürgerentscheid durchzuführen zu können.
Ziele des Vereins:
Der Verein verfügt über eine bessere Planung, sie ist klar, anpassungsfähig und sie konzentriert sich auf messbare Ziele und Tatsachen, anstatt diese ohne einer sachlichen Begründung nur vorzugeben. Sie hebt das Wesentliche hervor, indem sie bewusst unwirtschaftliche Optionen ausschließt, sie schafft die gebotene Transparenz und notwendige Messbarkeit, damit alle Beteiligten sie verstehen und bei der Umsetzung unterstützen können. Die neue Kläranlage soll nur in der notwendigen, benötigten und erforderlichen Ausbaugröße, in der Größe von maximal 5.000 EW – Größenklasse 2 gebaut werden. Die Raumgröße und Nutzungsbereiche von den Gebäuden soll auf das technisch notwendige Mindestmaß verkleinert und für die Abwasserreinigung und Klärschlammentwässerung ein Verfahren und ein betriebswirtschaftliches Konzept gewählt werden, das auf die Größe der Anlage abgestimmt ist. Durch das richtige Verfahren, einem guten Konzept und Verkleinerung der Gebäude und der Raumgrößen auf das technisch notwendige Mindestmaß soll eine Kosteneinsparung erreicht werden. Reduzierung der Ausbaugröße auf kleiner 5.000 EW = weniger Überwachungsparameter = weniger Baukosten = weniger Betriebs- und Unterhaltungskosten. Der Verein möchte unnötige Mehrkosten von 3 Millionen Euro, bezogen auf die voraussichtlichen Baukosten von rund 9 Millionen lt. Kostenberechnung erreichen. Mit dem Bürgerentscheid sollen die Bürgerinnen und Bürger direkt über die Planungen und deren Finanzierung der Kläranlagen-Sanierung entscheiden können. Auf die Regelung zur Erhebung von Mitgliedsbeiträgen wird lt. Satzung verzichtet.