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Eppenschlag

Patenbitten der Feuerwehr

Am 19. September machte sich die Feuerwehr Eppenschlag auf nach Kirchdorf um für das 150-Jährige Gründungsfest einen geeigneten Patenverein zu finden. 
An der Tankstelle wurden wir von der Kirchdorfer Feuerwehr mit großem Radau begrüßt. „Ihr seid´s kemma, des is schee, doch so leicht wird´s ned geh. A Patenschaft, des wad a G´schicht – oba ganz so einfach moch ma´s eng nicht!“ Die Kirchdorfer Fahnenmutter Michaela Ebner erklärte den Ablauf und bereitete uns schon mal auf 8 zu erfüllende Aufgaben vor. Wenn diese ordnungsgemäß ausgeführt werden, erhalten wir ein Puzzleteil als Belohnung.

Auf Holz-Skiern von der Tankstelle Peschl bis zum Feuerwehrhaus – gemeinsam weite Wege im Gleichschritt überwinden – so war die erste Aufgabe. Die zwei Teams, angeführt von der neuen Feuerwehr-Kapelle, waren hochmotiviert. Aufgrund starker Materialabnutzung musste die Aufgabe zwar vorzeitig abgebrochen werden, aber das 1. Puzzleteil war uns sicher. Im Feuerwehrhaus angekommen, sahen wir sofort, was als Nächstes auf uns zukommen würde: Schöne spitze Holzscheite lagen schon bereit um von gut 20 Personen bekniet zu werden. Unter dem Motto: „Gemeinsam Schmerzen überwinden,“ hieß es runter auf die Knie. Nach langen 2 Minuten war auch diese äußerst schmerzvolle Aufgabe überstanden und unsere Fahnenmutter Michaela Weber erhielt das zweite hart erkämpfte Puzzleteil. Danach wurde unser mitgebrachtes Bier-Faß vom neuen Kirchdorfer Bürgermeister Michael Rankl angezapft und gemeinsam auf den bevorstehenden Abend angestoßen. Natürlich durfte ein gemeinsames Foto der beiden Wehren nicht fehlen. 
Im Gleichschritt gings dann weiter zum Gasthaus Baumann wo auch schon die nächste Aufgabe wartete.

Von einem Holzbock musste mit einer alten Säge eine Scheibe abgesägt werden. Diese Scheibe sollte genau 1877 Gramm wiegen – passend zum Gründungsjahr unserer Wehr. Drei Zweier-Teams versuchten ihr Glück: ein Duo der aktiven Mannschaft, der Jugendfeuerwehr und der passiven Mitglieder. Mit einem Gewicht von etwa 2070 Gramm war das Team der Passiven am nächsten an der Vorgabe dran – Aufgabe erfüllt. Zur Belohnung gabs für alle einen Wüstenschnaps und ein Puzzleteil.

Die vierte Aufgabe wartete bereits im Gasthaus auf uns. „Gemeinsam eine saure Suppe auslöffeln“ – gekocht von Johann Knauer, was ja eigentlich keine Schwierigkeit sein sollte. Allerdings waren die Löffel etwas unförmig, was es dann doch etwas schwieriger machte, aber auch diese Aufgabe wurde bestens gemeistert. Zwischendurch durften immer wieder drei (mehr oder weniger) Freiwillige, drei Halbe Bier, die auf einem Holzbrett befestigt waren, gemeinsam austrinken.

Nach dem gemeinsamen Essen mussten 6 Eppenschlager Feuerwehrler an dem Spiel 1-2-oder 3 teilnehmen. Die lustigen und teils kniffligen Fragen haben unsere Kameraden mit Bravour gemeistert. Kurz darauf folgte auch schon die sechste Aufgabe: „Gemeinsam gut ausschauen“ Hier mussten Jugendwart, Gerätewart und unser Vorstand innerhalb einer Minute eine gebundene Krawatte vorzeigen! Perfekt geschafft – Puzzleteil Nummer 6 wanderte ins Körbchen.

Bei der siebten Aufgabe mussten die beiden Kommandanten eine Figur aus Verteiler, Strahlrohr, Saugkorb und einigen weiteren Gerätschaften bauen. Die Schwierigkeit darin bestand, dass Martin Tanzer die Augen verbunden wurden und Maximilian Peindl nur durch Ansagen der Teile helfen konnte. Mit vereinten Kräften wurde auch diese Aufgabe in 4:30 Minuten erfüllt.

Bei der achten und zugleich letzten Aufgabe mussten unsere Fahnenmutter Michaela Weber und die zukünftige Fahnenmutter Regina Breit ran. Nun galt es die erhaltenen Puzzleteile zusammenzufügen. Die 3 letzten und wichtigsten Teile bekamen wir hier noch überreicht. Fertig zusammengebaut stand die Antwort „Ja, mia moch mas!“ drauf! Lauter Beifall und mit den Worten vom 1. Vorstand Günther Wenig: „Vergelt´s Gott für euer Ja, des is uns a Ehr, mit eich als Paten gfreits uns umso mehr. 150 Jahr hamma bald gschafft, drum dring ma eitz af unser Kameradschaft!“ ließen wir den wirklich schönen gelungen Abend gemeinsam ausklingen.
Text: Regina Breit/Carina Wagner Foto: Peter Wagner

 

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